Netzwerk

Berufliche Integration ist zugleich gesellschaftliche und soziale Integration

Am 01.12.2016 fand das zweite Treffen des NIA-Projektes mit Vertreterinnen und Vertretern von Arbeitsagentur, Bewährungshilfe, Jobcenter und Justizministerium statt. Gastgeber dieses Treffens war die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit. Herr Weißler (Geschäftsführer Operativ der Regionaldirektion) eröffnete die Veranstaltung.

Ziel des Treffens war es, nach dem Auftakt im März dieses Jahres, den gemeinsamen Austausch fortzusetzen. Dabei wurden zunächst die Entwicklungen im NIA-Projekt dargestellt. Hieran knüpfte ein Austausch zum Ausbau der Zusammenarbeit an.

"Ein ganz normales Leben führen"

Frankfurter NIA-Coach berichtet über seine Arbeit anhand eines Fallbeispiels.

Yasemin S. (Name geändert) kam nach etwa zweijähriger Haftstrafe im Alter von 22 Jahren als Teilnehmerin in das NIA-Projekt. Sie war hochmotiviert, wollte die alten Geschichten hinter sich lassen und endlich Fuß fassen in der Gesellschaft, arbeiten, ein beständiges Leben führen, eine dauerhafte Beziehung aufbauen und eine Familie gründen. Der NIA-Coach beschreibt sie als sympathisch, mit teilweise naiven Wesenszügen und einer niedrigen Toleranzschwelle für Rückschläge.

Hinter Yasemin...

Eine Geschichte aus der Praxis der NIA-Coaches

Kevin P. s Weg in die Freiheit

Auf diesen Tag hat Kevin P. fast drei Jahre gewartet. Wie oft hat er sich den Moment ausgemalt? Hunderte Male? Jetzt ist es soweit. Das Gefängnistor wird geöffnet, Kevin ist frei.

Die Haftzeit in der JVA liegt hinter ihm, nie wieder, will er hierher zurück. Ob er das schafft, hängt jedoch von vielen, ganz unterschiedlichen Faktoren ab. Und die Gefahr eines Rückfalls ist gerade bei jugendlichen Männern leider recht groß.

Dass Kevin nicht wieder hinter Gittern landet, ist ein Ziel des Projekts NIA. Bereits heute leisten die...

Unternehmensnetzwerk

Das Unternehmensnetzwerk und sein Förderkreis

Der Ausbau des Unternehmensnetzwerks und seines Förderkreises stellt im NIA-Projekt eine wesentliche Zielsetzung dar. Hierzu werden Betriebe im Rahmen der Vermittlungsbemühungen angesprochen, begleitet und unterstützt. Der Förderkreis wird als Dialogforum weiterentwickelt, um die Zusammenarbeit mit Unternehmen auszubauen und die erfolgreiche Integration der Teilnehmenden in Ausbildung und Arbeit zu erleichtern.

 

Hessenweite Netzwerke

Dialog und Information

Das NIA-Projekt ist an der Schnittstelle von Justiz und Arbeitsmarkt angesiedelt. Um der Komplexität dieses Bereiches und der Aufgabenstellungen von NIA gerecht zu werden, bilden Netzwerke und Dialoge einen wesentlichen Bestandteil des Projekts.

Kooperationsverbund

Das NIA-Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium der Justiz durchgeführt. Es wird im Rahmen der ESF-Integrationsrichtlinie Bund im Handlungsschwerpunkt Integration statt Ausgrenzung (IsA) durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Vorgängerprojekt NINJA (2012-2014)

NIA baut im Kern auf Erfahrungen, Strukturen und Erfolge des NINJA-Projektes im XENOS-Programm auf. Während jedoch das NINJA-Projekt in den Jahren 2012 bis 2014 auf junge Strafgefangene und den Prozess des Übergangsmanagements nach der Haftentlassung konzentriert war, liegt der Schwerpunkt bei NIA in der Unterstützung junger Menschen im Zuständigkeitsbereich der Bewährungshilfe oder der Jobcenter.